Plauen weiht digitalen Erinnerungsort zur Friedlichen Revolution ein

Anlässlich des ersten deutschlandweiten Tages der Demokratiegeschichte fand am 20. März am Thomas-Küttler-Platz die Einweihung eines neuen digitalen Erinnerungsortes statt. Plauen besitzt nun einen modernen interaktiven Erinnerungs- und Begegnungsort für seine Einwohner und Gäste zum Thema Friedliche Revolution. Damit wird dieser wichtige Teil der deutschen Demokratiegeschichte erlebbar gemacht.

Bei der Einweihung dabei waren neben Oberbürgermeister Steffen Zenner auch Dr. Kai-Michael Sprenger von der Stiftung »Orte der deutschen Demokratiegeschichte«, Dr. Axel Steinbach, Vertreter des Landrats des Vogtlandkreises, sowie Bürgerinnen und Bürger und Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Frank Gareis am Saxophon.

Um die Ereignisse vom 7. Oktober 1989 und die Bedeutung dieser für Deutschland nachhaltiger, aber auch zukunftsorientierter zu präsentieren, kam aus der Bürgerschaft die Idee, den Gedenkort in Plauen digital aufwerten zu lassen. Entstanden ist eine digitale Tafel mit Touchscreen und Audioausgabe, bei der man sich durch die einzelnen Inhalte durchklicken kann. Präsentiert werden Informationen über die Friedliche Revolution 1989 sowie zu deren Akteuren in Plauen. Die Tafel soll fortlaufend mit weiteren Inhalten bestückt werden.

Fritzi war dabei – Eine Wendewundergeschichte

Zwei Tage lang war Hanna Schott, die Autorin von „Fritzi war dabei – Eine Wendewundergeschichte“, für Lesungen in Plauen zu Gast. Ein toller Termin für Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkelkindern.

Am 18. März um 14 Uhr fand für Kinder im Rathaus im Zimmer 345 sowie am 19. März um 15 Uhr im Quartier 30 (Bahnhofstraße 30) eine Lesung mit Hanna Schott statt. Die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer wurden dabei nach Leipzig in das Jahr 1989 entführt. Die Autorin erzählte von einem Kind, das die Umwälzungen des Jahres 1989 in Leipzig hautnah miterlebt. Gemeinsam konnten die Kinder so eine authentische und spannende Geschichte verfolgen, wie sie während der Friedlichen Revolution passiert ist.

Stimmen für ein IDZ (26): Manfred Sörgel

Zum Abschluss der Serie mit Stimmen für ein IDZ kommt nun der Vorsitzende des Vereins Vogtland 89 e.V. zu Wort. Das ehemalige Mitglied der Gruppe der 20 macht das Ziel einer dauerhaften Erinnerung an die Ereignisse von 1989/90 deutlich. Die Erinnerung an die jüngere Vergangenheit verblasst zunehmend. Manfred Sörgel verweist auf die Standortdebatte und die intensiven Beratungen zum geplanten IDZ. Er macht deutlich, dass als Ergebnis dieser Debatte die vorgeschlagene Neubau-Variante sowohl unter Investitionsgesichtspunkten als auch im Hinblick auf ein kostengünstiges Betreiberkonzept am sinnvollsten ist. Der unübersehbare Anlaufpunkt einer Tourist-Information ist im Kern der ideale Standort, um Gäste der Stadt willkommen zu heißen und Plauens Attraktionen zu vermitteln. Dazu gehört auch der zum Wasserwerfer missbrauchte Tanklöschzug, der hier am eindrucksvollsten in Szene gesetzt werden kann. Hier – am authentischen Ort der Geschehnisse vor 30 Jahren.

https://youtu.be/P91yHNi1LU0

Stimmen für ein IDZ (25): Mario Goldstein

Mario Goldstein, vielen Vogtländern bekannt als Gründer des Freiträumer-Festivals, begrüßt die Einrichtung eines Informations- und Dokumentationszentrums im Herzen von Plauen. Als er jüngst die ehemalige deutsch-deutsche Grenze auf einer Länge von fast 1.400 km Länge zu Fuß abwanderte, konnte er die Transformation von einem Todesstreifen zur Lebenslinie hautnah miterleben. Dabei wurde ihm klar, dass es wichtig ist, die Erinnerungen an die Vergangenheit wach zu halten. Die Erfahrungen von damals bestimmen – ob bewusst oder unbewusst – unser Denken heute. Ein IDZ sollte seiner Meinung nach dort stehen, wo die Menschen im Zuge der Friedlichen Revolution gemeinsam auf die Straße gingen. Er ist überzeugt, dass dieses IDZ ein Magnet wird – nicht nur für Touristen, sondern auch für die Vogtländer selbst.

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Stimmen für ein IDZ (24): Gerold Kny

Gerold Kny opponierte im Herbst 1989 als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Plauen gegen den Einsatzbefehl der Volkspolizei, Tanklöschfahrzeuge gegen friedlich demonstrierende Menschen einzusetzen und legte seine humanistischen Beweggründe in einem Brief vom 8. Oktober 1989 an die Stadt Plauen offen. Entsprechend erinnert er an die Vorreiter von einst, beginnend bei der Aufdeckung der Wahlfälschung, und freut sich über das ungebrochene Interesse der Bürger an den damaligen Ereignissen. Ein Grund für den heutigen Bezirksschornsteinfeger Gerold Kny, dafür etwas zu tun und an der historischen Stelle ein Informations- und Dokumentationszentrum zu errichten.

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Stimmen für ein IDZ (22): Gunter Lochbaum

Der ehemalige Sächsische Landtagsabgeordnete aus Plauen, Gunter Lochbaum, sieht in der Diskussion um ein IDZ die einmalige Chance, die Besucher Plauens an die geschichtliche Bedeutung der Stadt in der Friedlichen Revolution 1989 zu erinnern. Es gehört nach seiner Meinung selbstverständlich in das Zentrum der Stadt, dort, wo Besucher zuerst hinkommen und wo der Geburtsort der Friedlichen Revolution war.

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Stimmen für ein IDZ (23): Dieter Glied

Dieter Glied betreibt gemeinsam mit seiner Schwester das Hotel Alexandra in Plauen. Da er somit viel mit Gästen der Stadt im Gespräch ist, weiß er, dass viele von ihnen die Tourist-Information schlecht finden. Er wünscht sich daher ein separates, größeres gut sichtbares Gebäude, das gleichzeitig über die Friedliche Revolution 1989 informiert und somit Werbung für die Stadt gemacht wird.

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Stimmen für ein IDZ (21): Gerd Naumann

Der Historiker und langjährige wissenschaftliche Mitarbeiter im Vogtlandmuseum erinnert als Gründungsmitglied an das Vereinsziel von Vogtland 89, einen Informations- und Vermittlungsort zum Thema Friedliche Revolution zu schaffen. Gerd Naumann sieht das IDZ perspektivisch als außerschulischen Lernort, wo Zeitzeugen der jüngeren Geschichte mit Kindern und Jugendlichen zusammenkommen, aber auch als aktive Netzwerkstelle und Institution mit sachsenweiter Ausstrahlung. Ihm ist eine moderne Struktur dieser Einrichtung wichtig – mit einer finanzierbaren Leistungsstruktur in Trägerschaft der Stadt Plauen. Dabei ist ihm das Konzept wichtiger als der Standort.

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Stimmen für ein IDZ (20): Hellfried Unglaub

Hellfried Unglaub, über 20 Jahre Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Plauen und Ehrenbürger der Stadt, findet die Idee und das Engagement für ein IDZ großartig und unterstützenswert. Unglaub hat sich auch über den einstimmigen Grundsatzbeschluss des Stadtrats Ende 2019 sehr gefreut. Nicht nur der authentische Standort spricht aus seiner Sicht für den Standort Melanchthonstraße 1A, sondern die Langzeitkosten, für die die Stadt aufzukommen hat.

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Stimmen für ein IDZ (19): Helko Grimm

Helko Grimm, Unternehmer aus Plauen und viele Jahre kommunalpolitisch engagiert, freut sich, dass nun über 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution an diese Zeit mit einem IDZ erinnert werden soll. Wichtig ist Grimm, dass mit einem Neubau dauerhaft und professionell die Möglichkeit geschaffen würde, jene Geschichte zu erzählen, die mit der friedlichen Demonstration in Plauen begann und 1 Jahr später mit der Deutschen Einheit ihre Vollendung fand. Die Synergien mit der Tourist-Information liegen auf der Hand.

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