Website von Vogtland 89 trifft auf großes Interesse

Die Website des Vereins Vogtland 89 e.V., die sich als Plattform für regionale Zeitgeschichte versteht und einen Zeitstrahl zu den Ereignissen von Plauen 1989 enthält, trifft auf großes Interesse. Seit Januar 2019 haben schon rund 2.000 Menschen die Seite besucht. Der durchschnittliche Aufruf von über 5,2 Seiten je Besuch zeigt zudem, dass sich die meisten gezielt informieren und ausführlich mit den Inhalten der Plattform beschäftigen.

Partnerschaftsweg Hof-Plauen

Der Weg verbindet die beiden Partnerstädte Hof und Plauen. Er führt von Rathaus zu Rathaus und knappe 35 km durch eine der schönsten Gegenden des Vogtlands. Entstanden kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands steht er symbolisch für diese. Im Bereich des ehemaligen Grenzgebietes trifft er auf unverbrauchte Natur mit enormen landschaftlichen und baulichen Reizen. Der Wanderweg ist gut begehbar, mit blauen Kennzeichen beschildert und verläuft in weiten Teilen identisch mit dem Jakobsweg (Pilgerpfad). In Hof und Plauen sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und der Wanderer hat viele Möglichkeiten zum Einkehren und Übernachten.

Plauen stimmt auf Jubiläumsjahr ein

Die Stadt Plauen, 1989 eines der Zentren der Friedlichen Revolution, hat erstmals einige seiner geplanten Veranstaltungen für das Jubiläumsjahr veröffentlicht. Neben den beliebten Stadtführungen „Wege des Aufbruchs“ werden die Partnerstädte Plauen und Hof sowie zahlreiche Vereine das Thema aufgreifen. So gibt es im November die 10. Ausgabe der Deutsch-Deutschen Filmtage. Der Kunstverein Plauen plant eine Ausstellung, die am 3. Oktober im Malzhaus eröffnet wird. Das Theater kündigte eine Schauspielpremiere für den 5. Oktober an. Am 6. Oktober gibt es ein Festkonzert in der Johanniskirche mit der Vogtland-Philharmonie, und am 7. Oktober, dem Tag 30 Jahre nach der entscheidenden Großdemonstration, gibt es neben dem traditionellen Gedenken mit Kerzen an der Lutherkirche eine Laserprojektion am Rathaus. Die Grenzöffnung vor 30 Jahren wird bei einer gemeinsamen Festveranstaltung der Partnerstädte Hof und Plauen am 9.11. gewürdigt.

Grenzereignisse und Grenzerfahrungen im sächsisch-bayerischen Vogtland

Es ist beunruhigend, wie wenig junge Menschen über die Deutsche Teilung und das Leben am einstigen Eisernen Vorhang wissen. Einen Schlussstrich unter die Aufarbeitung der Vergangenheit darf es deshalb nicht geben.

Ausgehend von dieser Situation hat eine Projektgruppe unter Trägerschaft des Freundes- und Förderkreises des Julius-Mosen-Gymnasiums Oelsnitz/Vogtl. e.V., ein Vermittlungskonzept vorrangig für Schüler und Jugendliche entwickelt, auf das die allgemeinbildenden Schulen in ganz Sachsen im Rahmen ihrer Exkursionsprogramme zugreifen können und damit den politischen Bildungsansatz ergänzen.

Das Vermittlungskonzept besitzt Pilotcharakter, da erstmals in Sachsen vorrangig für Schüler und Jugendliche exemplarische und zugleich nachvollziehbare Zugänge zur Geschichte des Grenzregimes und zu den Erfahrungen des Lebens an und mit der Grenze geschaffen werden. In geeigneten Publikationsmaterialien wurden dafür alle verfügbaren Informationen erfasst und neueste Erkenntnisse eingearbeitet.

In die Bearbeitung des Projektes wurden in abgestimmten Einzelaktivitäten alle Kommunen (Eichigt, Triebel, Weischlitz) und ihre Ortsteile des ehemaligen Grenzgebietes einbezogen.

Um die bereits vorliegenden Erkenntnisse zu berücksichtigen, wurden kompetente Zeitzeugen und mit der Thematik befasste Vereine in die Bearbeitung integriert.

Website: https://grenzregion-vogtland.jimdo.com/

Iron Curtain Trail – europäische Zeitgeschichte „erfahren“

Der „Eiserne Vorhang“ teilte Europa über 40 Jahre in Ost und West. Entlang des ehemaligen Grenzstreifens entstand deshalb der Europa-Radweg Nr. 13 (Iron Curtain Trail), der europäische Geschichte, Politik, Natur und Kultur erlebbar macht.

Im Vogtland verläuft die Hauptroute des Iron Curtain Trail auf sächsischer Seite und eine Alternativroute (EuroVelo 13a) auf bayerischer Seite. Die Strecke verbindet das Dreiländereck (Bayern-Sachsen-Böhmen) bei Prex mit dem Deutsch-Deutschen Museum in Mödlareuth. Verschiedene Gebäude wie ehemalige Wachtürme, Informationstafeln zu Fluchtversuchen bzw. zwangsumgesiedelte Ortschaften erinnern an die Geschichte der Spaltung Deutschlands und Europas. Zudem führt der Radweg durch eine einzigartige Fauna und Flora.

Mit dem Tourenplaner können Sie Ihre diesjährige Tour entlang dieses einzigartigen Radwegs planen.

https://touren.vogtland-tourismus.de/de/tour/fernradweg/iron-curtain-trail-vogtland-/37445282/

Was plant das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth in 2019?

Mödlareuth hat sich für das Jubiläumsjahr 30 Jahre Friedliche Revolution und Grenzöffnung viel vorgenommen. Wie die OTZ heute berichtet, sind gleich mehrere außergewöhnliche Projekte geplant.
  1. Freiheitscampus „Tannbach 2019“
  2. Lichtinstallation „Mödlareuther Mauerverlauf“
  3. Gedenkveranstaltung mit Sternwanderung und Zeitzeugengesprächen
  4. Architekturwettbewerb für die Erweiterung des Grenzanlagenmuseums
  5. länderübergreifende Schülerseminare „Mauer, Zaun und Stacheldraht“ (Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildung)
  6. Sonderführungen, Rundfahrten und Filmvorführung („Ballon“ von Bully Herbig) am 19.5.2019 (Internationaler Museumstag)
  7. Seminar „Weltgeschichte am Gartenzaun – der Eiserne Vorhang im Dorfbach“ (Stiftung Naturschutz Thüringen)
  8. Freiheitscampus „Tannbach 2019“ am 1. Juli mit Schülern aus Bayern, Sachsen und Thüringen
  9. Bürgerfest des Thüringer Geschichtsverbunds am 8. September
  10. Eröffnung der Sonderausstellung „Umweg Prag – Die Prager Botschaftsflüchtlinge im Herbst 1989“
  11. Infostand des Museums auf der Ländermeile anlässlich der Zentralveranstaltung zum Tag der deutschen Einheit in Kiel vom 1. bis 4.10.
  12. Lichtinstallation „Mödlareuther Mauerverlauf“ am 4. November
  13. Präsentation der Schülerprojekte zu Grenzöffnung am 5. November
  14. Multimediavortrag „Deutschland grenzenlos – Bilder der deutsche-deutschen Grenze damals und heute“

Sächsisches Geschichtscamp 2015 in Plauen

Das Geschichtscamp 2015 fand in Plauen statt, einer Stadt, die sowohl im Grenzgebiet der ehemaligen DDR lag als auch im Herbst 1989 eine bedeutende Rolle spielte. Das Geschichtscamp bot Schülerinnen und Schülern an diesem Ort die einmalige Chance, sich 25 Jahre nach der Wiedervereinigung intensiv mit der Geschichte der deutschen Teilung und den Folgen für die Menschen in der DDR zu befassen.



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Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Das Museum Mödlareuth versteht sich als Museumsprojekt zur Geschichte der deutschen Teilung. Zeitgleich mit der Errichtung eines Freigeländes von 1991 bis 1994 wurde mit dem Aufbau einer »musealen Infrastruktur« in Form von Verwaltung, Archiv, Bibliothek und Depots begonnen. Die Erweiterung der bestehenden Depotbereiche erfolgte in den Jahren 1997/98 durch den Neubau eines Kfz-Depots. In den Jahren 1999 bis 2003 wurden durch Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zwei Film-/Vortragsräume, ein Sonderausstellungsraum sowie eine Infothek und ein Museumsshop geschaffen. (Besuchergruppe im Freigelände des Deutsch-Deutschen Museums, Foto: Dirk Heinze)