Filmvorführung „Aufbrüche“

30 Jahre nach den Ereignissen im Herbst 1989 in Plauen war es aus Sicht des Vereins Vogtland 89 e.V. Zeit zu untersuchen, wie sich der anschließende Transformationsprozess im Vogtland vollzogen hat. So beauftragte der Verein den Plauener Filmemacher Tino Peisker, eine Reportage zu produzieren, die anhand von Zeitzeugeninterviews und Aufnahmen an authentischen Orten die gesellschaftlichen Umbrüche in den Jahren danach zu schildern. Bestandteil dieser Reportage ist aber auch eine sachliche Aufklärung über die Verhältnisse in der ehemaligen DDR sein. Grenzregime, Überwachung und Unterdrückung sind wichtige historische Wahrheiten, die der Film in das Bewusstsein des Zuschauers rücken soll.

Der Film wurde unterstützt durch das Förderprogramm „Revolution und Demokratie“ des Freistaates Sachsen, die Sparkasse Vogtland und die VR Bank Bayreuth-Hof eG. Premiere des 45-minütigen Films war am 04.10.2019 im Malzhaus Plauen. Weitere Aufführungen finden am 8. Oktober in Reichenbach, am 15. und 23. Oktober in Berlin, am 8. November in der VR Bank Plauen und am 16.11. in der Göltzschtalgalerie Auerbach statt.

Wanderausstellung „Grenzenloses Sächsisch- Bayerisches Grenzgebiet“

Drei Jahrzehnte nach der Friedlichen Revolution und der Grenzöffnung gibt es in Sachsen noch immer einen großen Informationsbedarf, was das „Leben am Eisernen Vorhang“ während der deutschen Teilung bedeutete. Der Freundes- und Förderkreis des Julius- Mosen- Gymnasiums in Oelsnitz engagiert sich seit vielen Jahren für die lebendige Vermittlung der Geschichte im sächsischen Vogtland und bezieht Schülerinnen und Schüler bei dieser Arbeit ein.  So wurden an ausgewählten Standorten des ehemaligen Grenzgebietes Erinnerungstafeln aufgestellt. Das Vermittlungskonzept besitzt Pilotcharakter, da erstmals in Sachsen vorrangig für Schüler und Jugendliche exemplarische Zugänge zur Geschichte des Grenzregimes und zu den Erfahrungen des Lebens an der Grenze geschaffen wurden.

Ab dem 10. September macht eine Wanderausstellung unter dem Titel „Grenzenloses Sächsisch- Bayerisches Grenzgebiet“ auf diese Geschichte aufmerksam. Sie stellt Erinnerungsorte wie die sogenannten geschleiften Orte, Sperreinrichtungen, die Autobahnbrücke bei Pirk, den Grenzbahnhof Gutenfürst oder das Grüne Band im Vogtland vor. Die Ausstellung ist in Oelsnitz, Weischlitz, Plauen und Regnitzlosau zu sehen.

Multivisionsshow „Wandern am Grünen Band“

Als Botschafter für das Grüne Band Thüringen geht der Abenteurer Mario Goldstein seit Oktober 2017 auf Tour– mit den schönsten Bildern seiner Wanderung. Im Sommer 2016 stellte sich der ehemalige Grenzflüchtling seiner eigenen Geschichte, traf Menschen mit packenden Lebens­geschichten und entdeckte Abenteuer und Vielfalt mitten in Deutschland. In der Multivisionsshow vermittelt Mario Goldstein seinem Publikum in eindrucksvollen Bildern, Interviews und Videos das Gefühl, hautnah dabei gewesen zu sein.

Erleben Sie mit ihm eines Nationales Naturmonument!

Iron Curtain Trail – europäische Zeitgeschichte „erfahren“

Der „Eiserne Vorhang“ teilte Europa über 40 Jahre in Ost und West. Entlang des ehemaligen Grenzstreifens entstand deshalb der Europa-Radweg Nr. 13 (Iron Curtain Trail), der europäische Geschichte, Politik, Natur und Kultur erlebbar macht.

Im Vogtland verläuft die Hauptroute des Iron Curtain Trail auf sächsischer Seite und eine Alternativroute (EuroVelo 13a) auf bayerischer Seite. Die Strecke verbindet das Dreiländereck (Bayern-Sachsen-Böhmen) bei Prex mit dem Deutsch-Deutschen Museum in Mödlareuth. Verschiedene Gebäude wie ehemalige Wachtürme, Informationstafeln zu Fluchtversuchen bzw. zwangsumgesiedelte Ortschaften erinnern an die Geschichte der Spaltung Deutschlands und Europas. Zudem führt der Radweg durch eine einzigartige Fauna und Flora.

Mit dem Tourenplaner können Sie Ihre diesjährige Tour entlang dieses einzigartigen Radwegs planen.

https://touren.vogtland-tourismus.de/de/tour/fernradweg/iron-curtain-trail-vogtland-/37445282/

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Das Museum Mödlareuth versteht sich als Museumsprojekt zur Geschichte der deutschen Teilung. Zeitgleich mit der Errichtung eines Freigeländes von 1991 bis 1994 wurde mit dem Aufbau einer »musealen Infrastruktur« in Form von Verwaltung, Archiv, Bibliothek und Depots begonnen. Die Erweiterung der bestehenden Depotbereiche erfolgte in den Jahren 1997/98 durch den Neubau eines Kfz-Depots. In den Jahren 1999 bis 2003 wurden durch Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zwei Film-/Vortragsräume, ein Sonderausstellungsraum sowie eine Infothek und ein Museumsshop geschaffen. (Besuchergruppe im Freigelände des Deutsch-Deutschen Museums, Foto: Dirk Heinze)

Grenzübergang bei Ullitz

Gedenktafel am ersten offenen Grenzübergang im sächsischen Vogtland an der heutigen B 173 zwischen Wiedersberg und Ullitz. Hier wurde zwei Tage nach der Maueröffnung in Berlin ein direkter Weg für die Vogtländer nach Hof geöffnet. Der Stau und die Warteschlange reichte aber in den Anfangstagen kilometerweit auf DDR-Gebiet zurück.